Lang lebe das Einfamilienhaus!
   Kolumne  •    04.05.2021


Nein, das soll heute kein seriöses gesellschaftspolitisches Statement werden. Aber da Hamburg das eigene Haus mit Garten vor kurzem bereits zum – Achtung: Wortspiel – „casa non grata“ erklärt hat und andere Bundesländer früher oder später nachziehen könnten, möchte ich einfach mal schreiben, warum ich finde, dass du Einfamilienhäuser nach wie vor toll finden und vor allem auch bauen wollen darfst!

Jetzt sagst du bestimmt: „Klar muss sie Einfamilienhäuser gut finden, schon von Berufs wegen.“ Das stimmt, vielleicht bin ich nicht ganz objektiv (ich hab ja auch immer die neuesten und schönsten Modelle quasi vor der Nase). Aber trotzdem gibt es auch ganz sachliche Argumente „pro Eigenheim“.

Bauen for future…

Es stimmt, dass das freistehende Einfamilienhaus mit Garten mehr Fläche benötigt als eine Eigentumswohnung. Wenn man aber Häuser in Fertigbauweise betrachtet, sprechen interessanterweise sehr viele ökologische Gründe für diese Form des Wohnens. Da ist zum Beispiel das Stichwort Energieeffizienz: Laut einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau werden neun von zehn Fertighäusern entsprechend den KfW-Förderstandards Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus errichtet. Jedes vierte neue Fertighaus produziere dank Photovoltaikanlage sogar von Anfang an grünen Strom. Fertighaushersteller sind führend im Bereich der Haustechnik. Zählt man dazu noch die hoch wärmegedämmten Gebäudehüllen, sind moderne Fertighäuser prädestiniert für energiesparendes Wohnen. 
Ein zweiter wichtiger Pluspunkt ist der Klimavorteil des Konstruktionsmaterials Holz: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, zusätzlich lässt er sich mit weniger Energie verarbeiten, regional anbauen und recyceln als jedes andere Baumaterial. Darüber hinaus speichern die verwendeten Bäume während des Wachstums CO2 und entziehen es damit der Atmosphäre (du erinnerst dich genauso dunkel wie ich an Biologie 6. Klasse – Photosynthese? Habe ich erst kürzlich mit meinem Sohn rekapitulieren dürfen). 
Und was den Flächenverbrauch angeht: man muss ja nicht zwingend immer neue Baugebiete ausweisen, sondern kann auch bestehende Grundstücke nutzen und Wohngebiete nachverdichten.
Es gäbe noch viel mehr zu dem Thema zu sagen, abschließend aber nur noch eines: Ganz subjektiv haben wir alle doch im letzten Jahr in Zeiten von Lockdown, Home-Office und Homeschooling erfahren, wie wichtig die Geborgenheit, das Gefühl von Sicherheit und die Rückzugsmöglichkeit im eigenen Zuhause sein kann - am besten mit Garten, wenn öffentliche Plätze tabu sind. Und diese Dinge verkörpert das Einfamilienhaus doch wie keine andere Wohnform! Deswegen, liebe Politiker – denkt nochmal drüber nach…. 
Ganz zum Schluss die immer noch notwendige Bitte: Bevor du dich auf den Weg zu uns machst, schau auf einer unserer Webseiten www.musterhaus-online.de (für Fellbach und Bad Vilbel) bzw. www.bauzentrum-poing.de (für das Bauzentrum Poing) vorbei. Dort halten wir dich zu den jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen und den Öffnungszeiten unserer Ausstellungen auf dem Laufenden.


Bleib gesund!
Deine Kerstin Kuhn (kek),