Feldstudie, die Zweite…
   Kolumne  •    21.06.2017


Sie erinnern sich vielleicht: Vor einigen Monaten habe ich im Rahmen eines „Familienrundgangs“ unsere Ausstellung in Fellbach ganz neu erkundet und (relativ) ungefilterte, objektive Eindrücke gesammelt. Zu einer ähnlichen, aber noch viel interessanteren „Feldstudie“ habe ich vor kurzem die Gelegenheit gehabt, als ich ein befreundetes bauwilliges Paar, das zum allerersten Mal eine Hausausstellung besucht hat, bei ihrer Tour über das Gelände begleiten durfte. Die beiden stehen ganz am Anfang ihres Hausprojekts und wissen nicht so recht, wie sie die Sache anpacken sollen. Um sie gleich in die „richtige Richtung“ zu schieben, hatte ich sie kurzerhand nach Fellbach eingeladen.

Noch vor dem Betreten des ersten Musterhauses muss ich mir ein Schmunzeln verkneifen, weil ich plötzlich in etwas ratlose und zögernde Gesichter meiner Freunde blicke. Auf Nachfrage meinerseits kommt ein vorsichtiges „Müssen wir da jetzt klingeln oder dürfen wir einfach so rein??“ Nein, man muss nicht klingeln! Man ist in jedem Musterhaus unangekündigt willkommen!

Es dauert dann einige Häuser lang, bis sie vom schüchternen „Entschuldigung-wir-wollen-Sie-nicht-stören-und-uns-nur-ein-bisschen-umsehen“ in den „Her-mit-den-Infos“-Modus wechseln und sich trauen, den Fachberatern Fragen zu stellen. Denn Fragen haben sie jede Menge: Könnte man dieses Haus auch ein bisschen größer bekommen, mit Keller, Balkon und einer Terrasse über der Garage? Kann man die Küche vom Wohn- und Essbereich trennen („Damit es nicht im ganzen Haus nach Essen riecht…“, flüstert mir die künftige Hausherrin zu…)? Klar, wenn es das Grundstück und der Geldbeutel hergeben - denn die Musterhäuser sind ja nur „Anschauungsbeispiele“. Geplant wird ganz individuell.

Dann geht es zum Thema Energie: „Wie gestalten wir unser Haus möglichst energiesparend, welche Möglichkeiten gibt es?“ Dazu gibt einiges zu sagen. Im Heizungsraum eines Musterhauses zeigt der hilfsbereite Berater die Luft-Wasser-Wärmepumpe, erklärt die Funktionsweise des Be- und Entlüftungssystems und erläutert die Vorteile einer Photovoltaikanlage und das Sparpotenzial der energetisch optimierten Fertighäuser. Das ist der Punkt, an dem weibliche Besucher gedanklich meistens abschweifen, die Herren der Schöpfung aber erst richtig „warmlaufen“ – so auch in diesem Fall. Erst recht, als auch noch die intelligente und vernetzte Haustechnik des Musterhauses zur Sprache kommt.

Es wird ein langer Rundgang, und irgendwie sehen meine Gäste ein wenig so aus wie Kinder vor dem Süßigkeitenregal: „Der Bungalow ist ja schick…, aber das  Einfamilienhaus mit Holzfassade sieht viel gemütlicher aus… Wow, Bauhaus-Stil hat auch was…!“ Bei über 60 Häusern gibt es eben viel Auswahl.  Irgendwann höre ich: „Es ist toll – fast so, als könnte man sofort einziehen. Aber ein bisschen fühle ich mich wie in der „Truman Show“…“ (für Leser, die diesen Film nicht gesehen haben – hier ist der Wikipedia-Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Truman_Show ) Deshalb: Verschnaufpause im Bistro mitten auf dem Gelände (Bild) mit Terrasse und Kinderspielplatz!

 Ganz viel „Licht ins Dunkel“ gebracht hat der Ausstellungsbesuch bei meinen Freunden, obwohl wir bei diesem ersten Rundgang nicht alle Musterhäuser anschauen konnten.  Mindestens ein Nachfolgebesuch ist deshalb schon eingeplant – vor allem, da in diesem Jahr noch acht neue Musterhäuser in Fellbach gebaut werden, 2017 geht es hier richtig rund! J Und das bei ausgerechnet bei der „Omi“ unter den Ausstellungen. Aber wie sagt man so schön: „Je oller, je doller!“

Ihre Kerstin Kuhn (kek),


Marketing Eigenheim & Garten






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